Ihre Browserversion ist veraltet. Wir empfehlen, Ihren Browser auf die neueste Version zu aktualisieren.

Euroblue

Folk, Jazz & Spirit

In Etyek, einem Weinbaudorf in Ungarn, als der Mädchenchor bei einer deutsch-ungarischen Partnerschaftsfeier „Wenn die Schwalben heimwärts ziehen“ sang, hatte der Andreas Spätgens Mitte der 90er die Idee europäische Folklore als Grundlage und Material für Jazz-Improvisationen zu nehmen, weil er sich überlegte, wie jenes Stück wohl als Jazz-Nummer klingen würde. Zurück aus Ungarn hat er das Stück und ein ungarisches Volkslied mit „September“ gespielt. Ein Schlüsselerlebnis. Bei seinen nicht so häufigen Kirchenbesuchen stellte Spätgens bei manchem Kirchenlied ähnliche Überlegungen an, denn viele dieser alten Stücke berühren den Hörer auch jenseits der Texte spirituell.

 

Es dauerte einige Zeit bis mit Andreas Pastorek (Percussion) und Bodo Ernst (Bass) die Besetzung und das Konzept ihre schlüssige Form gefunden haben. Seither geht Euroblue den europäischen Genen im Jazz nach. Das muss man sich etwa so vorstellen: Das bildungsbürgerliche Klavier spielt die Melodie eines Kirchenliedes von Paul Gerhardt, ein bundloser E-Bass swingt einen jazzigen Kontrapunkt. Dazu erklingt die Bendir, eine Wüstentrommel, steuert eine eigene Rhythmik bei, unterstreicht und verändert die traditionelle europäische Musik gleichermaßen.

 

Euroblue geht der also europäischen Spur des Jazz nach, präsentiert so dem Zuhörer Vertrautes und Unerhörtes zugleich, bringt afrikanische Rhythmik, Blues und Swing, Melodien, die zum Repertoire deutscher Gesangvereine zählen, keltische Motive aus Irland oder der Bretagne, Skalen vom Balkan und Spanien, Funk, lateinamerikanischen Rhythmen und aktuellen Grooves zusammen. Die Spiritualität von Melodien aus dem evangelischen Gesangbuch findet eine neue, aktuelle Form und heimatliche Klänge erhalten einen weltläufigen Kontext.

 Foto: H.D. Wolz

Aktuelle CD: Xangbuch

www.euroblue.info

https://www.facebook.com/pages/Euroblue/113205565458353

teilen